Nachhaltige Gastronomie 1 Minute 23 Juli 2020

Konsequent Bio im Alstertal – Restaurant „Gutsküche“ im Gut Wulksfelde!

Vor den Toren Hamburgs Landluft schnuppern? Ökologische Produkte im Hofladen kaufen? Und dann auch noch richtig gut essen? Im jahrhundertealten Hofgut in Tangstedt kein Problem!

Guide MICHELIN Deutschland Nachhaltigkeit Sustainability

Seit 1989 wird das im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnte und damals recht heruntergekommene Hofgut Wulksfelde konsequent ökologisch geführt. Inzwischen umfasst es rund 440 Hektar, wird von 150 Angestellten bewirtschaftet und einfach alles hier hat das Bio-Siegel - angefangen beim Getreide über das Gemüse und die Brote aus der eigenen Hofbäckerei bis hin zur Tierhaltung! Geradezu ein „Eldorado“ für Großstädter, die ihren Kindern mal ein fast paradiesisches Landleben samt stressfrei lebender Tiere zeigen möchten. Dazu passt die im Oktober 2009 eröffnete Gastronomie mit dem eigenständig geführten Restaurant „Gutsküche“ - inzwischen erweitert um das „Gutskaffee“. Rebecca und Matthias Gfrörer sind hier die Pächter. Beide haben eine hervorragende Ausbildung in der Spitzengastronomie hinter sich. Die gebürtige Kielerin und der waschechte Hamburger haben sich nach Stationen u. a. in New York, Dubai, Berlin und natürlich Hamburg für die Selbstständigkeit entschieden. Die Wahl des Objekts hätte nicht besser sein können! 

Top Produkte vom eigenen Bio-Landgut treffen auf internationale Einflüsse

Matthias Gfrörer ist zweifellos ein Könner. Er und sein Team arbeiten in der offenen Küche nicht nur transparent, sondern auch sehr geschmackvoll. Verarbeitet werden überwiegend Produkte, die praktisch ums Haus herum wachsen, und die haben es in sich. Nachhaltigkeit, kurze Wege und nachvollziehbare Lieferketten, das ist hier selbstverständlich! Der Patron meint dazu: „Bei uns geht es um pure Produktliebe und Zubereitung von Genuss mit gutem Gewissen. Eine ehrliche, leidenschaftliche Küche aus fairen Produkten und ökologischem Anbau liegt uns am Herzen. Schließlich ist „bio“ das normalste auf dieser Welt“. Das schließt durchaus auch internationale Einflüsse ein, mit denen der Küchenchef die Hofprodukte hier und da verbindet. Da kommen „Gutsküchen-Bouillabaisse“ und „Gartenfrüchte mit Miso-Dashi“ ebenso gut an wie „Sauerbraten vom Frischling“ oder „Beeren-Clafoutis mit Schmandeis“. Für die gute, frische Küche bekam das Restaurant den „Bib Gourmand“, für die verantwortungsvolle Produkt-Philosophie ist es auf der Website des Guide MICHELIN mit dem MICHELIN Nachhaltigkeits-Emblem gekennzeichnet. 

Auch die Weinkarte passt zum Bio-Konzept

Eigene Weine hat das Hofgut zwar nicht, eine schöne Auswahl bietet die „Gutsküche“ aber dennoch. Und die ist ganz in Frauenhand. Rebecca Gfrörer ist nicht nur gelernte Köchin und Restaurantfachfrau, sondern auch Sommelière. Ihre Weinkarte beinhaltet eine beachtliche Auswahl an Bio-Weinen, aber auch konventionelle oder naturnah angebaute Weine aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Österreich sind zu finden. Und wem ganze Flaschen zu viel sind, dem wird auch mit dem passenden „Offenen“ weitergeholfen.


Illustrationen: © Elissavet Patrikiou/Gutsküche/Guide MICHELIN

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