Restaurants 8 Minuten 04 Mai 2026

Essengehen mit Kindern: Genuss statt Frust

Sie haben (kleine) Kinder oder vielleicht Enkel und waren schon lange nicht mehr in einem von uns empfohlenen Restaurant? Wir geben Ihnen Tipps für die Vorbereitung und berichten von fünf im MICHELIN Guide empfohlenen Restaurants.

Als mein Sohn eineinhalb Jahre alt war, war ich stolz, als er im Frankreichurlaub am Bassin d’Arcachon Austern und Garnelen aß. Auch Paella inklusive sämtlicher Meeresfrüchte schmeckte ihm. Beim Metzger daheim bat ich stets um eine Scheibe Roastbeef anstelle des obligatorischen Wienerli. Damals dachte ich noch, dass ich alles richtig mache und die kulinarische Erziehung der Kinder ein Selbstläufer sein würde. Weit gefehlt.

Wenn „Restaurant“ plötzlich „Pizzeria“ bedeutet

Inzwischen ist mein Sohn fast sechs Jahre alt und antwortete mir vor kurzem auf meine Frage, ob wir mal wieder in ein Restaurant gehen sollen, mit: „Klar, ich esse Pizza Margherita“. Fünf Jahre nach Austern und Paella ist nun doch Pizza der Favorit und das Wort „Restaurant“ ein Synonym für „Pizzeria“.

Die Realität am Tisch

Nun: „Essengehen“ bekommt mit kleinen Kindern eine ganz neue Bedeutung. Denn selbst wenn die Kinder mehr als nur Pizza essen, sitzen sie eher ungern ruhig am Tisch, und auch leise sind sie meist nicht.
Um also die mitleidigen (oder genervten) Blicke der anderen Gäste zu meiden und sich selbst den damit verbundenen Stress zu ersparen, zieht man Konsequenzen. Entweder nimmt man die Kinder nicht mehr mit und engagiert einen Babysitter – der den Abend noch teurer werden lässt. Oder aber man sucht das Restaurant nach ganz neuen Kriterien aus: „Da gibt’s einen Spielplatz, den man von der Terrasse aus sieht“ oder „Es gibt eine Kinderspielecke“ sind Argumente, die auf einmal jede hervorragende Speisekarte und jeden talentierten Koch schlagen.
Oder gibt es vielleicht einen Weg, beides miteinander zu kombinieren? Den Kindern frische und qualitativ hochwertige Produkte näherbringen, als Familie gemeinsam gut essen und neue Geschmackswelten entdecken, und dabei auch noch Freude haben? Und ob es den gibt. Mit diesem Artikel möchten wir Sie animieren, mit Ihren Kindern oder Enkeln essen zu gehen. Dafür geben wir Ihnen Tipps und berichten von fünf im MICHELIN Guide empfohlenen (familienfreundlichen) Restaurants.

Im Gasthof Zum Vaas sind Kinder immer willkommen. @ Annette Sandnder/Zum Vaas
Im Gasthof Zum Vaas sind Kinder immer willkommen. @ Annette Sandnder/Zum Vaas

Vorbereitung ist alles

Vorbereitung ist alles, sagt Dagmar von Cramm. Die Ernährungswissenschaftlerin hat mehrere Bücher zum Thema Essen für Kinder und einen Kinder-Knigge über gute Umgangsformen geschrieben. Sie sagt: „Restaurantbesuche mit Kindern sind definitiv anders als ohne. Aber sie deshalb zu vermeiden, wäre schade.“

Damit das Essengehen für Erwachsene und Kinder zu einem Vergnügen wird, sei zuallererst die Auswahl des Restaurants entscheidend. Da gibt es einmal „harte“ Kriterien, die sich je nach Alter der Kinder unterscheiden: Gibt es Platz für den Kinderwagen, eine Wickelmöglichkeit, Hochstühle? Diese Informationen lassen sich am besten telefonisch abfragen – dabei bekommt man auch gleich ein Gefühl dafür, wie familienfreundlich das Restaurant ist.

“Das Wichtigste ist, dass man sich als Familie willkommen fühlt.”

Weiter geht es mit der richtigen Uhrzeit: Familien sollten eher früh essen gehen. Dann ist das Restaurant noch nicht voll und die Küche ist schnell, sodass man nicht lange warten muss. So umgeht man auch die oben umschriebene Situation, in der sich die anderen Gäste gestört und die Eltern gestresst fühlen. Besser noch sei für Familien das Mittagessen geeignet, sagt von Cramm.

Zu welcher Tageszeit auch immer, Kinder (und Erwachsene) sollten nicht zu hungrig aufbrechen, denn dann kippt die Stimmung manchmal schneller als man die Speisekarte öffnen kann. Tipp, wenn es bereits kritisch wird: das Essen telefonisch ordern. Und einen Snack einpacken. Je nach Alter sollten Sie außerdem Wechselkleidung, Lätzchen und Unterhaltung dabeihaben.

Kindergerichte als Selffulfilling Prophecy

Und was, wenn das Kind nur Pizza oder Pommes will? Dagmar von Cramm glaubt, dass diese „typischen“ Kinderspeisen eine Selffulfilling Prophecy sind. Weil Kinder überall damit konfrontiert sind, denken sie: Das ist es, was uns schmecken soll. Noch ein Grund mehr, die Kleinen mit in vom MICHELIN Guide empfohlene Restaurants zu nehmen und dort anspruchsvollere Gerichte probieren zu lassen – oder zumindest frisch zubereitete „Kindergerichte“ aus hochwertigen, oft regionalen Zutaten.

Paniertes Kabeljaufilet mit Kartoffelpüree sowie Erbsen und Karotten im Lemabri – alles frisch und mit viel Liebe im Haus zubereitet. © Annette Sandner/MICHELIN Guide
Paniertes Kabeljaufilet mit Kartoffelpüree sowie Erbsen und Karotten im Lemabri – alles frisch und mit viel Liebe im Haus zubereitet. © Annette Sandner/MICHELIN Guide

Wenn es keine eigene Kinderkarte gibt, können Eltern um kleinere, eventuell weniger stark gewürzte Portionen der regulären Gerichte bitten. Und wenn das Kind diese nicht isst? Entspannt bleiben und darum bitten, das Essen mit nach Hause nehmen zu dürfen. Zumindest einmal probieren sollten Kinder, findet von Cramm.

Verhalten am Tisch

Will das Kind während des Essens aufstehen, empfiehlt Dagmar von Cramm etwas mit ihm zu vereinbaren, was man nach dem Restaurantbesuch unternimmt. Ist das Kind dafür zu klein, hilft es, ein besonderes Spielzeug oder einen Lieblingssnack aus der Tasche zaubern zu können. Bleibt das Kind unruhig und wird vielleicht sogar laut, sollte ein Eltern- oder Großelternteil mit ihm rausgehen, sagt von Cramm: „Die anderen Gäste wollen in Ruhe essen.“

Alternativ findet die Expertin es in dem Fall auch mal in Ordnung, ein Tablet einzusetzen. Aber bloß nicht zu oft: „Sonst fordern Kinder das bald auch zu Hause.“

Wenn sich das Kind im Restaurant langweilt, hilft ein Plan für danach – oder im Notfall auch mal ein Tablet. @ Annette Sandnder/Zum Vaas
Wenn sich das Kind im Restaurant langweilt, hilft ein Plan für danach – oder im Notfall auch mal ein Tablet. @ Annette Sandnder/Zum Vaas

Apropos – zu Hause ist der Ort, an dem Kinder essen lernen, sagt Dagmar von Cramm. Eltern sollten daher frühzeitig ein paar Tischregeln einführen: nicht schmatzen, nicht die Finger in den Mund nehmen, Essen nicht ausspucken, nicht einfach vom Tisch aufspringen, ohne zu fragen.

Dass Kinder nicht so lange sitzen bleiben können wie Erwachsene, sei aber normal und in Ordnung. Darauf müssen sich Eltern oder Großeltern auch im Restaurant einstellen und deshalb vielleicht statt mehrerer Gänge nur Hauptspeise und Dessert bestellen.



Das richtige Restaurant

Als Familie muss man nicht unbedingt gleich in ein Sternerestaurant gehen. Starten Sie stattdessen erst einmal mit einem Bib Gourmand oder mit einem vom MICHELIN Guide empfohlenen Restaurant. Das Wichtigste, sagt Dagmar von Cramm, ist: „Dass man sich als Familie willkommen fühlt.“ Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben sich unsere Inspektorinnen und Inspektoren für Sie umgeschaut, und auch einige Leserinnen und Leser haben uns von ihren positiven Erfahrungen berichtet. Bei fünf Gastronominnen und Gastronomen, die als besonders kinderfreundlich beschrieben wurden, haben wir nachgefragt, was sie dafür tun – und warum:


Im Gasthof Zum Vaas geht es von jeher familiär zu. Da dürfen Kinder auch mal einen Blick in die Küche werfen. @ Annette Sandnder/Zum Vaas
Im Gasthof Zum Vaas geht es von jeher familiär zu. Da dürfen Kinder auch mal einen Blick in die Küche werfen. @ Annette Sandnder/Zum Vaas

Zum Vaas – Forstinning

In dem bayerischen Traditionshaus sind Familien immer willkommen, sagt Veronika Bauer, denn: „Kinder sind die Gäste von morgen.“ Bauer, die den Gasthof von 1864 in vierter Generation führt, hat selbst zwei Kinder und geht gerne und viel mit ihnen essen. Sie spricht also aus Erfahrung, wenn sie sagt: „Wo sich die Kinder wohlfühlen, sind meist auch die Eltern zufrieden.“

Wenn möglich, reserviert das Team Familien eine ruhige Ecke im Restaurant. So können Eltern auch schon mit sehr kleinen Kindern zum Essen kommen – der bisher jüngste Gast war erst wenige Monate alt. Für größere Kinder gibt es Malsachen und einen großen Garten, in dem sie spielen können.

Die Speisekarte bietet einen eigenen Abschnitt mit Kindergerichten, von „Schweinebraten mit Kartoffelknödeln“ über „Kinderschnitzel mit Pommes frites“ bis hin zu „Spätzle mit Soße“. Küchenchef Philipp Schneider bereitet auf Wunsch aber auch (fast) alle anderen Gerichte als kleinere Portionen zu. Auf den Tisch kommen ausschließlich hochwertige Produkte von ausgewählten Erzeugern.

Das Highlight zum Schluss: „Wenn es vom Arbeitsaufkommen passt, dürfen Kinder auch gerne bei uns in die Küche kommen und sich dort ein Eis holen.“


Der Pavillon des Heidelberger Stadtgartens stammt aus dem Jahr 1936, darin serviert das Restaurant 959 gerne am gleichen Tisch ein Degustationsmenü und ein Kinderschnitzel. @ Restaurant 959
Der Pavillon des Heidelberger Stadtgartens stammt aus dem Jahr 1936, darin serviert das Restaurant 959 gerne am gleichen Tisch ein Degustationsmenü und ein Kinderschnitzel. @ Restaurant 959

959 – Heidelberg

„Zu Gast bei Freunden“ – so lautet das Motto im Restaurant 959. In dem wiederbelebten Pavillon des Heidelberger Stadtgartens von 1936 fühlt sich jeder willkommen, sagt Küchenchef und Gastgeber Michael Braun. Manche Stammkunden kommen schon kurz nach der Geburt ihres Babys wieder zum Essen – samt Nachwuchs. Seiner Meinung nach liegt das vor allem an einer Sache: „Das Besondere bei uns ist ein sehr liebevoller, familiärer Umgang sowohl im Team als auch mit den Gästen.“ Dieser zeigt sich zum Beispiel darin, dass sich hier alle duzen.

Es liegt aber auch daran, dass die Grünfläche vor dem Restaurant zum Toben einlädt – und daran, dass die Speisekarte eine sehr große Auswahl bietet, von der Pizza bis zum Signature-Menü. Eine spezielle Kinderkarte gibt es nicht, aber das Team ist darin geschult, Familien bei Bedarf Spätzle mit Soße, Kartoffelpüree, Kinderschnitzel oder Pommes anzubieten. „Bei uns kann man am gleichen Tisch ein Thunfischtatar essen, ein Degustationsmenü und ein Wiener Schnitzel“, sagt Michael, wie er gerne von allen genannt wird. Auch manche Kinder würden sich schon am Menü versuchen. „Und wenn alles nicht schmeckt, dann schmieren wir auch mal ein Schinkenbrot.“


Restaurant Beetle in München: Zwischen 17 und 18 Uhr essen Kinder bis 10 Jahre in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei @ Thomas Wild/Beetle
Restaurant Beetle in München: Zwischen 17 und 18 Uhr essen Kinder bis 10 Jahre in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei @ Thomas Wild/Beetle

Beetle – München

Im Restaurant Beetle wird bewusst daran gearbeitet, Familien mit kleinen Kindern einen entspannten Restaurantbesuch zu ermöglichen. Eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme: Der Verzicht auf Tischdecken. So müssen sich Eltern keine Gedanken machen, wenn einmal etwas daneben geht. Und sollte es am Familientisch einmal etwas lebhafter zugehen, sind verständnisvolle Reaktionen garantiert – vom Service ebenso wie von den anderen Gästen.

„Bei uns sind Familien ausdrücklich willkommen“, sagt Torsten Kessler, Leiter Gastronomie bei Feinkost Käfer, zu dem das Beetle gehört. „Niemand muss sich sorgen, schief angeschaut zu werden.“

Dieses Konzept hat sich in München bereits herumgesprochen, junge Eltern kommen häufig in das Beetle. Besonders freut sich das Team über Reservierungen, in denen vermerkt ist, dass es sich um den ersten Restaurantbesuch als Familie handelt. „Dann achten wir darauf, einen besonders ruhigen Platz mit ausreichend Raum für den Kinderwagen bereitzustellen“, so Kessler.

Eine liebevoll gestaltete Kinderkarte bietet Klassiker mit Käfer-Qualität – vom „Suppenkasper“ (Hühnerbrühe mit Pfannkuchenstreifen und buntem Gemüse) bis zum „Knusperhendl vom Aichbachtaler Landgeflügel mit Preiselbeeren und Zitrone“. Kinder können auch Gerichte von der regulären Karte wählen – die Küche geht flexibel auf individuelle Wünsche ein.

Serviert wird auf eigens gestalteten Käfer-Kindertellern, dazu gibt es ein Malset im Käfer-Design, das für zusätzliche Unterhaltung sorgt. Und wer noch mehr erleben möchte, darf jederzeit einen Blick hinter die Kulissen werfen: Am Küchencounter sind Kinder gern gesehene Gäste – und werden vom Küchenchef persönlich auf eine Kugel Eis eingeladen.

Ein besonderes Highlight: Zwischen 17 und 18 Uhr essen Kinder bis 10 Jahre in Begleitung ihrer Eltern kostenfrei.


Das kulinarische Konzept des Lemabri ist leger und vielfältig, der Kinderspielraum ein besonderes Highlight für Familien. @ Lemabri
Das kulinarische Konzept des Lemabri ist leger und vielfältig, der Kinderspielraum ein besonderes Highlight für Familien. @ Lemabri

Lemabri – Boppard

Sarah Henke und Christian Eckhardt empfangen ihre Gäste im Lemabri mit einem legeren Konzept, das Kinder nicht nur toleriert, sondern bewusst als Gäste mitdenkt. „Wir haben selbst einen kleinen Sohn und wissen, wie herausfordernd ein Restaurantbesuch sein kann“, sagt Sarah Henke. „Daher wollten wir unbedingt ein Umfeld schaffen, in dem sich Kinder und Eltern wohlfühlen, ohne Abstriche beim Essen machen zu müssen.“

Das Restaurant ist so großzügig geschnitten, dass Familien und Paare in unterschiedliche Bereiche gesetzt werden können. Auch die Akustik ist gut, sodass sich niemand gestört fühlt (oder fürchten muss, andere zu stören).

Wenn Gäste einen Hochstuhl bestellen, legt das Team automatisch ein Lätzchen dazu. Bei Kindern bis sechs Jahren decken die Mitarbeiter ein Kindertischset mit Malunterlage, Kinderserviette, Kinderbesteck und Stiften ein. Ein besonderes Highlight ist der Kinderspielraum. „Eine Win-Win-Situation“, sagt Sarah Henke: „Die Kinder haben Spaß, und die Eltern können in Ruhe essen.“

Auch eine Kinderkarte gibt es hier. Sie ist bunt und lustig gestaltet, die Speisen darauf sind ebenso vielfältig wie auf der normalen Karte – vom „Kinder-Wok mit Gemüse, Reis und Hähnchen-Nuggets“ über „Hausgemachte Fischstäbchen mit Erbsen-Möhren-Gemüse und Kartoffelpüree“ bis hin zur Pizza aus dem großen Steinofen.

In den Waschräumen stehen Wickeltisch und Kindertoilette zur Verfügung.


“Wer Kinder als Gäste ernst nimmt, wird, wenn die Kleinen groß sind, nicht vergessen!”

Im Gasthaus Zum Kreuz sollen Kinder wie Eltern das Essengehen in vollen Zügen genießen. @ Hochschwarzwald Tourismus ; Dorothea Turm/Zum Kreuz
Im Gasthaus Zum Kreuz sollen Kinder wie Eltern das Essengehen in vollen Zügen genießen. @ Hochschwarzwald Tourismus ; Dorothea Turm/Zum Kreuz

Gasthaus zum Kreuz – St. Märgen

Kinder gehören in dem Traditionsgasthaus von 1683 genauso selbstverständlich dazu wie in der Familie von Matthias Schwer, der den Betrieb in vierter Generation leitet. So herrscht hier auf 1030 Meter Höhe eine ungezwungene Atmosphäre, in der Kinder wie Eltern das Essengehen als Spaß und Freude empfinden, sagt Schwer. „Da darf es auch mal lauter werden.“ Willkommen sind Kinder jeden Alters, auch vier Wochen alte Säuglinge waren schon mit ihren Eltern hier.

Matthias Schwer findet: „Es ist wichtig, Kinder frühzeitig an Restaurantbesuche heranzuführen und ihnen zu vermitteln, wie schön ein gemeinsames Essen mit der Familie oder Freunden sein kann. Und das geht nur durchs Ausprobieren.“

Probieren können die kleinen Gäste typische Gerichte von der Kinderkarte wie „Kinderschnitzel mit Pommes und Salat“, „Pfannkuchen“ oder „Spätzle mit Rahmsauce“. Gerne bereitet die Küche aber auch Gerichte von der normalen Karte als kleinere Portionen zu.

Zur Unterhaltung stehen Malsachen und Spielzeug bereit. Kinder dürfen zudem immer einen Blick in die Küche werfen und sich dort gleich ihren Nachtisch abholen. Es kommt auch schon mal vor, dass Kinder – das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt – gar nicht erst zum Tisch zurückkehren, sondern auf dem Arm eines Mitarbeiters „mitlaufen“. So können die Eltern ihr Essen in Ruhe - und warm - genießen, und die Kleinen haben Spaß. Für Matthias Schwer ist die Sache klar: „Wer Kinder als Gäste ernst nimmt und sich um sie kümmert, wird, wenn die Kleinen groß sind, nicht vergessen!“


Das Bistro oma & enkel heißt so, weil sich hier Generationen begegnen dürfen und sollen – im Gastraum ebenso wie in der Küche, wo traditionelle Rezepte modern interpretiert werden. @ Nils Hasenau/Bistro oma & enkel
Das Bistro oma & enkel heißt so, weil sich hier Generationen begegnen dürfen und sollen – im Gastraum ebenso wie in der Küche, wo traditionelle Rezepte modern interpretiert werden. @ Nils Hasenau/Bistro oma & enkel

Bistro oma & enkel - Wirsberg

Der Name verrät es schon: Das Bistro des traditionsreichen „Posthotel Alexander Herrmann“ ist ein Ort, an dem sich Generationen begegnen dürfen, vom Baby bis zu den Urgroßeltern. Die Atmosphäre ist ungezwungen und herzlich, das Essen kreativ, aber zugänglich.

Kinder erwartet eine eigene Speisekarte, mit Gerichten, die ihnen schmecken – aber in der gleichen Qualität wie bei den Speisen für die Großen, ausschließlich aus regionalen Zutaten und mit Sorgfalt und Herz zubereitet. Mitarbeiterin Hannah Deinzer sagt: „Unser liebstes Kindergericht ist der ‚Drachenfüßler‘, liebevoll angerichtetes Kartoffelpüree mit kleinen fränkischen Bratwürsten und frischen Apfelspalten – ein Teller, der nicht nur satt, sondern auch glücklich macht.“

Die Küche ist aber auch immer offen für adaptierte Wünsche von der Standardkarte, die traditionelle fränkische Gerichte in die Gegenwart holt – sei es milder gewürzt, einfacher kombiniert oder in einer kleineren Portion. Darüber hinaus erwarten Kinder am Tisch Malsachen, mit denen sie die Rückseite der Kinderkarte ausmalen können, und auch ein Blick in die Küche oder ein kleiner Gruß von der Patisserie sind laut Deinzer „keine Ausnahme, sondern gelebte Gastfreundschaft“.


In diesem Sinne möchten wir Sie ermutigen, ein von uns empfohlenes Restaurant in Ihrer Nähe zu besuchen – mit oder ohne Auszeichnung. Rufen Sie an und reservieren Sie – trauen Sie sich, es einfach mal auszuprobieren. Sie werden sehen, Essengehen kann auch mit Kindern zu einem Vergnügen werden!


Illustration Image: Glückliches Kind, glückliche Eltern – das gilt auch im Restaurant @ skynesher/iStock

Verfasst von Meike Zimmermann und Laura Geyer

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